aktuell: Unregelmäßigkeiten in Moskauer Wechselstuben

Russland: "Schwund" in Moskauer Wechselstuben

Eine gewitzte Masche bringt derzeit viele Wechselstuben-Kunden in Moskau um einen Teil ihres Geldes. Der Trick ist ganz einfach und basiert darauf, dass der Kassierer einen tiefen, undurchsichtigen Kasten (bzw. Drehteller) benutzt, um dem Kunden das gewechselte Geld zu übergeben. Der Kunde sieht zwar durch das Sicherheitsglas, wie der Kassierer ihm den Betrag vorzählt. Was er nicht sieht: Dieses Geldbündel wird dann so in den Kasten gelegt, dass dabei ein Schein ?verloren? geht bzw. dass ein Schein an dem Schiebemechanismus hängen bleibt.

Die Betrügereien werden dadurch begünstigt, daß viele Kunden den Betrag nicht noch einmal nachzählen - schließlich hat man ja gesehen, wie der Kassierer das Geld vorgezählt hat. Da alle Wechselstuben in Russland Ihre Kunden per Aushang am Schalter auffordern, die erhaltene Summe sofort zu kontrollieren, haben Kunden, die den Betrug erst später bemerken meist das Nachsehen.

Bemerkt doch einmal ein Kunde beim sofortigen Nachzählen den Fehler, zieht der Kassierer den "steckengebliebenen" Schein aus dem Schiebemechanismus, übergibt ihn dem Kunden und entschuldigt sich für die "techchnische Panne". Bekannt wurde das Problem offenbar erst, als sich die Beschwerden häuften und immer wieder die selben Wechselstuben betroffen waren.

Situation in Belarus

Für Weißrussland sind derartige Betrügereien bisher nicht bekannt, was auch damit zusammenhängen dürfte, daß in Belarus derzeit nur Banken Wechselstuben betreiben dürfen. Die aktuellen Probleme in Moskau gehen offenbar von kleineren privaten Wechselstuben aus. Dennoch sollte man

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