Reise-Informationen Baranowitschi / Baranovichi - Sehenwürdigkeiten, Geschichte, Hotels, Restaurants etc.

Baranowitschi (Baranovici) in Belarus / Weißrussland

Baranowitschi (bzw. Baranovici, Baranavichy, Baranovichy, Baranovichi oder Baranawitschi, polnisch Baranowicze) ist eine Stadt mit 176.000 Einwohnern (Stand 2004) im Westen Weißrusslands an der Ost-West-Hauptverkehrsachse des Landes und Zentrum eines gleichnamigen Kreises (Rayon Baranawitschi).

Geschichte der Stadt Baranowitschi

Der Name Baranowicze - so die ursprüngliche, polnische Bezeichnung des Ortes - tauchte erstmals im Jahre 1706 als Bezeichnung für den Privatbesitz einer polnischen Familie Rozwadowski auf. In Folge der polnische Teilungen zu Ende des 19. Jahrhunderts - genauer gesagt durch die Dritte Polnische Teilung 1795 - kam auch der Ort Baranowicze zu Russland und wurde als Baranowitschi Teil des russischen Zarenreiches.

Als offizielles Gründungsjahr des Ortes Baranawitschi wird das Jahr 1871 genannt, einige Quellen geben aber auch das Jahr 1883 als Gründungsjahr der Stadt an. Zu diesem Zeitpunkt - in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts - wurde der Ort zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt im westlichen Teil des damaligen Russland. Hier kreuzten sich die Bahnstrecken Warschau-Minsk-Moskau in Ost-West-Richtung und die Strecke Vilna-Lwów in Nord-Süd-Richtung. Die Einwohnerzahl des Ortes stieg in der Folge rasant an und bereits 1883 hatte Baranowitschi 2000 Einwohner, im Jahre 1897 waren es 4600 Einwohner, davon ca. 50% Juden.

Während des Ersten Weltkrieges war die Stadt Baranowitschi von deutschen und österreich-ungarischen Truppen besetzt. Im Juni 1916 wurde die Stadt Baranowitschi und ihre Umgebung Schauplatz einer der opferreichsten Schlachten des Ersten Weltkrieges - innerhalb weniger Tage fanden fast 100.000 Soldaten den Tod.

Zwischen den Weltkriegen - von 1919 bis 1939 - gehörte die Stadt unter ihrem alten polnischen Namen Baranowicze zu Polen und wurde bis zum Zweiten Weltkrieg mehrheitlich von Polen und Juden bewohnt. 1919 erhielt Baranowitschi/Baranowicze offiziell das Stadtrecht. Die Einwohnerschaft war bis 1921 auf etwa 11.000 Bewohner angewachsen. Baranowicze wurde u.a. wegen der günstigen Lage an der Kreuzung zweier wichtiger Verkehrswege in Ost-West und Nord-Süd-Richtung ein wichtiges Handels- und Geschäftszentrum. Die Einwohnerzahl stieg bis 1939 weiter auf etwa 30.000 Einwohner. Zu diesem Zeitpunkt war Baranowicze die bedeutendste Stadt in der Woiwodschaft Nowogródek. Bereits damals war die Stadt auch als Garnisionsstadt von Bedeutung - zumindest zwei Brigaden der polnischen Armee waren hier stationiert. Wegen Ihrer Bedeutung für die Region bekam Baranowicze noch 1938 einen eigenen lokalen Radiosender.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 wurde der östliche Teil des damaligen Polen von sowjetischen Truppen besetzt und in die Belarussische SSR eingegliedert. Mit den 3000 jüdischen Flüchtlingen aus den von Deutschland besetzten polnischen Gebieten lebten zu diesem Zeitpunkt etwa 12000 Juden in der Stadt. Nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in die Sowjetunion erreichten deutsche Truppen am 25.Juni 1941 Baranowitschi, am 29.Juni 1941 wurde die Stadt von deutschen Truppen besetzt. Im August desselben Jahres wurde ein Ghetto für die mehr als 12000 zu diesem Zeitpunkt in Baranowitschi lebenden Juden eingerichtet. Zwischen März und Dezember 1942 wurde die jüdische Bevölkerung des Ghettos in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Nur etwa 250 Juden aus Baranowitschi überlebten den Zweiten Weltkrieg.

Baranowitschi wurde nach dem Zweiten Weltkrieg endgültig in die Belarussische SSR eingegleidert und war zunächst Gebietshauptstadt der Voblasz Baranowitschi. Nach einer administrativen Neugliederung gehört Baranowitschi heute zum Gebiet (Voblasz) Brest und ist administratives Zentrum des gleichnamigen Kreises (Rayon Baranawitschi).

Sehenswürdigkeiten in Baranowitschi

Freilicht-Eisenbahnmuseum
Das Freilicht-Eisenbahnmuseum befindet sich unweit des Bahnhofes "Baranawitschi Palesskije" in Zentrumsnähe. Ausgestellt werden neben zahlreichen in Russland, Polen und Deutschland gebauten Lokomotiven aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch Reparatur- und Wartungsgeräte sowie Fotos, Abbildungen und historische Dokumente.
Kosten: Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: n/a

Orthodoxe Pokrowskii Kirche
Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten der Baranowitschis zählt die orthodoxe Pokrowskii-Kirche mit Mosaiken des Petersburger Meisters W. Frolow. Diese Mosaike wurden ursprünglich für die orthodoxe Newski-Kirche in Warschau angefertigt. Als die Newski-Kirche auf Beschluss der polnischen Regierung im Jahre 1920 abgerissen wurde, konnten Teile des Mosaiks gerettet und nach Baranawitschi ausgelagert werden. Dort wurden die Mosaiken in der nach einem Brand 1921 neu errichteten Pokroswskii-Kirche angebracht wurden. Nachdem der am Platz der heutigen Pokrowskii-Kirche stehende Kirchenbau 1921 bei einem Brand vernichtet war, wurden die Mosaiken im Jahre 1931 in die an gleicher Stelle in neoklassizistischem Stil neu errichtete Pokrowskii-Kirche integriert.
Anschrift: ul. Kuibischewa 11
Kosten: Der Eintritt ist frei
Öffnungszeiten: n/a

Kath. Kreuzerhöhungskirche
In unmittelbarer Nähe der Pokrowskii-Kirche befindet sich die katholische Kreuzerhöhungskirche, eine im Jahre 1924 erbaute Holzkirche.
Anschrift: ul. Kuibischewa
Kosten: Der Eintritt ist frei
Öffnungszeiten: n/a

Unterkunft - Hotels, Appartments, Fremdenzimmer

Hotel "Horizont"
Das unmittelbar im Stadtzentrum von Baranowitschi gelegene, 1980 eröffnete Hotel ist das größte Hotel der Stadt. Es stehen insgesamt 350 Betten in 136 Zimmern zur Verfügung (Einzel-, Doppenzimmer und einige Suiten). Alle Zimmer verfügen über Dusche, je nach Zimmerkategorie auch TV, Telefon, Minibar. Im Hotel befinden sich ein Restarant, eine Bar, sowie u.a. eine Wechselstelle. Entfernung vom Bahnhof Baranowitschi Central beträgt etwa 2,5km ( Taxi etwa 2 EUR).
Anschrift: ul. Sovetskaja 82
Telefon: +375 (163) 42-1012 ; Fax: +375 (163) 42-1254

Weitere Hotels in Baranovici finden Sie im Hotelführer Baranowitschi

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Nahverkehr

Einkauf / Shopping

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wichtige Adressen in Baranowitschi

Links zu Baranowitschi

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Baranovichy.by [RU]
Die offizielle Website der Stadt Baranowitschi mit allen wichtigen Informationen, darunter Hotels, Fahpläne ödes Nahverkehrs, Banken, Behörden, Gastronomie und Kultur.
www.baranovichy.by

bara.h1.ru [RU]
Nach eigener Aussage die inoffizielle Website der Stadt Baranovichy. Leider scheint das Projekt nicht über ein Anfangsstadium hinausgekommen zu sein.
bara.h1.ru