Reise-Informationen zu Brest in Weißrussland - Sehenwürdigkeiten, Geschichte, Hotels, Restaurants etc.
Brest ist eine weißrussische Großstadt mit etwa 290.000 Einwohnern an der Grenze zu Polen. Brest liegt an der Mündung des Flusses Mukhavets (oder Muchawiec) in den Bug. Bedingt durch die wechselvolle Geschichte der Stadt - sie gehörte im Laufe Ihres fast taussendjährigen Bestehens u.a. zu Litauen, Polen, Russland und Weißrussland - sind oder waren eine Reihe weiterer Namen und Schreibweisen für die Stadt bekannt (weißrussisch Bierascie oder Brest; polnisch Brzesc-Litewski, Brzesc nad Bugiem oder auch Brzesc Bialoruski, litauisch Brestas oder Lietuvos Brasta, daneben sind auch die Schreibweisen Brisk oder Brest-Litovsk bekannt. Brest ist Gebietshauptstadt und Verwaltungssitz des gleichnamigen Brestkaja Voblast.
Die Stadt wurde von Slawen gegründet und fand erstmals im Jahr 1019 in der Nestorchronik (Russian Primary Chronicle) als Stadt in der Kiewer Rus "Berestye" urkundlich Erwähnung. Brest gilt damit als die älteste Stadt des heutigen Weißrusslands. Der Name der Stadt soll von dem russischen Wort "berest" für Ulme abgeleitet sein.
Die Stadt Brest wurde in den ersten Jahrhunderten Ihres Bestehens mehrfach von Polen und Litauen unterworfen und im Jahre 1241 von den bis nach Europa vorgedrungenen Mongolen erobert.
Im 16.Jahrhundert, nachdem die Stadt 1569 Teil des Polnisch-Litauischen Bundesstaates (Polish-Lithuanian Commonwealth) wurde, erhielt Sie den Namen Brest-Litovsk bzw. polnisch Brzesc-Litewski.
Im Jahr 1596 wurde in Brest die nach dem Gründungsort bezeichnete "Kirchenunion von Brest" besiegelt, aus der die späteren Uniierten Kirchen Russlands, der Ukraine und Weißrusslands - Ukrainisch-Katholische Kirche, Unierte Katholiken in Weißrußland / Gemeinschaft der unierten weißrussischen Katholiken und die Russisch-Katholische Kirche - hervorgingen. Diese Gründung wurde wesentlich dadurch befördert, daß zu dieser Zeit große Teile der genannten Staaten politisch zum katholischen Polen-Litauen gehörten.
Mit der Dritten Polnischen Teilung im Jahr 1795, in deren Folge der polnische Staat für mehr als 100 Jahre aufhören sollte zu existieren, kam Brest unter russische Herrschaft und wurde als nunmehriger Grenzort Russlands zu Österreich-Ungarn zur Festung erklärt.
Während des Ersten Weltkrieges war die Stadt Brest ab 1915 von deutschen Truppen besetzt. Im März des Jahres 1918, kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs, wurden in einer Festung in den westlichen Außenbezirken der Stadt Friedensverträge zwischen dem dem Mittelmächten (u.a. Deutschland und Österreich-Ungarn) und der bolschewistischen Regierung Russlands sowie der Ukraine unterzeichnet. Dieser sogenannte "Friede von Brest-Litovsk" sah neben anderen, für Russland wesentlich weiterreichenderen Konsequenzen auch vor, daß die Stadt Brest und die umliegenden Gebiete dem Einflussbereich Deutschlands zugeordnet wurde. Die Regelungen des Vertrages von Brest-Litovsk wurden durch die nach Kriegsende abgeschlossenen Friedensverträge faktisch annuliert.
Von 1920 bis 1939 wurde Brest Teil des nach Ende des Ersten Weltkrieges wieder als eigenständiger Staat existierenden Polen und war während dieser Zeit Verwaltunngssitz der Woiwodschaft "Polesie". Die im Ersten Weltkrieg schwer beschädigte Festung Brest wurde als Waffenlager und Gefängnis genutzt.
Im September 1939, nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, rückten sowjetische Truppen in die nach den geheimen Zusatzprotokollen zum Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakt (Hitler-Stalin-Pakt) dem sowjetischen Interessengebiet zugeordneten Teile Ostpolens ein und gliederten sie in die Belarussische SSR ein.
Am 22. Juni 1941 wurde die Stadt mit Beginn der "Operation Barbarossa" , von Wehrmachtseinheiten angegriffen. Die Festung Brest hielt den Angriffen einen Monat lang (vom 22.Juni bis 20.Juli 1941) stand. Im Sommer 1944 wurde die Stadt durch sowjetische Einheiten befreit und, entsprechend den Vereinbarungen der Konferenz von Jalta vom Februar 1945, endgültig in die Belorussische SSR innerhalb der Sowjetunion eingegliedert.
Seit der Unabhängigkeit Weißrusslands 1991 ist Brest einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte des Landes. Besondere Bedeutung kommt der Stadt als "Tor zum Westen" zu - in Brest befindet sich der wichtigste Eisenbahn- und Autobahn-Grenzübergang nach Polen und damit in die EU. Der überwiegende Teil des landgestützten Warenverkehrs von Westeuropa nach Weißrussland und Russland durchquert die Stadt.
Für Bahnreisende nach Weißrussland und Russland ist Brest als Grenzkontrollposten auf weißrussischer Seite und als Umspur-Station von der westlich des Bug üblichen mitteleuropäischen Spurweite (1435mm) auf die in Weißrussland und Russland übliche Spurweite (1520mm). Bei Brest befindet sich ein Regionalflughafen, der nach der Unabhängigkeit Weißrusslands zunächst geschlossen wurde. Inwischen sollen wieder Inlandsflüge (u.a. Minsk) und wöchentliche Flüge nach Moskau angeboten werden.
Bezeichnung
Beschreibung
Anschrift/Wegbeschreibung:...
Kosten: ...
Öffnungszeiten: ...
Bezeichnung
Beschreibung
Anschrift/Wegbeschreibung:...
Kosten: ...
Öffnungszeiten: ...
Bezeichnung
Beschreibung
Anschrift/Wegbeschreibung:...
Kosten: ...
Öffnungszeiten: ...
Hotel "Belarus"
Das "Belarus" wurde 1971 im Stadtzentrum von Brest direkt am Ufer des Muchawez errichtet. Es verfügt auf 7 Etagen über insgesamt 164 Zimmer, davon 11 Suiten, 94 Standard-Einzelzimmer sowie 62 Standard-Doppelzimmer.
Am Hotel befindet sich ein bewachter Parkplatz. Es sind ein Frisiersalon, Reisebüro, Wechselstube, Restaurant und eine Bar vorhanden. Die Entfernung vom Bahnhof Brest-Central sowie zum Busbahnhof Brests beträgt jeweils etwa 2,5 km.
Preise: Einzelzimmer ca. 26-30 EUR, Doppelzimmer 37-52 EUR und Suiten 65-80 EUR (Stand 11/2005)
Anschrift: 224013 Brest, Blvd. Shevchenko 6 / Tel. +375 (162) 22-16-48, 25-92-74, 20-12-38
Homepage: nicht bekannt
Titel [RU]
Die Beschreibung der Website
++++ www.xyz.by ++++